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Bürger, Akteure und Kreisverwaltung im regen Austausch

Erster Workshop zum Klimaschutzkonzept beim Stadtwerk Tauberfranken

 

Main-Tauber-Kreis. Die Strom- und Wärmeerzeugung durch Erneuerbare Energien stand im Mittelpunkt des ersten Workshops zum Klimaschutzkonzept des Main-Tauber-Kreises. Er fand mit Blick auf die Beteiligung von Bürgern und Akteuren in den Räumen des Stadtwerks Tauberfranken in Bad Mergentheim statt. Ein reger Austausch der Teilnehmer und kontroverse Diskussionen zu anzustrebenden Zielen und Schwerpunkten dominierten die Veranstaltung.

 

Die Teilnehmer setzten sich in erster Linie aus interessierten Bürgern, Akteuren aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, Entscheidern aus der Energiewirtschaft und Vertretern aus der Kreisverwaltung zusammen. Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa dankte zu Beginn für die Bereitschaft zur Einbringung und Mitwirkung. Es sei in heutiger Zeit nicht selbstverständlich, dass man seine Zeit für Themen einbringe, die in erster Linie die Allgemeinheit betreffen. Umso höher sei dieses Engagement zu bewerten.

 

Im Anschluss stellte der kaufmännische Leiter des Stadtwerks Tauberfranken, Ralf Braun, zur Einstimmung auf das Thema die Tätigkeiten des Stadtwerkes in Sachen Nutzung der Erneuerbaren Energien vor. Er konnte hierbei auf diverse Projekte in der Vergangenheit verweisen. Das Naturwärmekraftwerk in Bad Mergentheim und der Windpark Külsheim standen dabei bezüglich Aufwand und Investition, aber auch im Hinblick auf die Energieerträge eindeutig im Mittelpunkt.

 

Prof. Dr. Martina Klärle ist Inhaberin der Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt aus Weikersheim und in Kooperation mit einem weiteren Büro mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für den Main-Tauber-Kreis beauftragt. Sie stellte zu Beginn des Hauptteils der Veranstaltung die Ergebnisse der bisherigen Bestandsanalyse vor. Überrascht waren viele Teilnehmer, dass zum 31. Dezember 2015 bereits knapp 70 Prozent des im Kreis verbrauchten elektrischen Stroms auch im Kreis mittels Erneuerbarer Energien erzeugt werden.

 

Diese Zahl und das mögliche Potenzial bzw. anzustrebende Ziele standen auch im Hinblick auf die weitere Rolle der Erneuerbaren im Mittelpunkt. In drei Gruppen wurden mit Blick auf die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes Vorschläge zu Maßnahmen und umsetzbare Projektvorschläge entwickelt und diskutiert, die sich auf den zukünftigen Ausbau bezogen. Hierbei wurden sowohl die Chancen als auch die Problematiken der einzelnen Energieformen angesprochen. Es war hierbei Konsens unter den Teilnehmern, dass Aufklärung, Akzeptanz und Beteiligung der Bürger ebenso wichtig sind wie der Ausbau selbst.

 

Ein ganz besonderes Potenzial sah man darüber hinaus in kleinen Photovoltaik-Anlagen auf vielen bisher ungenutzten Wohngebäuden und Gewerbebetrieben, die unter Einbeziehung des Eigenverbrauchs, der Speicherung im Gebäude und der optionalen Umwandlung des ungenutzten Stroms in Wärme mittels Wärmepumpe oder anderer Techniken einen ökologischen und auch finanziellen Vorteil bieten.

 

Zum Abschluss fasste Prof. Dr. Klärle die Ergebnisse zusammen und sagte zu, diese in der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes zu berücksichtigen. Sie verwies auf weitere Workshops zu diversen Schwerpunkten, die im Laufe des Monats Juli stattfinden werden.

 

 

Info:
Informationen zum Klimaschutzkonzept und zu Orten und Zeiten der noch folgenden  Workshops sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/klimaschutzkonzept. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis, Anlaufstelle für die Anmeldung sowie bei Fragen zum Klimaschutzkonzept, ist per E-Mail an frank.kuenzig@main-tauber-kreis.de, Telefon 09341/82-5813, erreichbar. lra

 

 

Der erste Workshop zum Klimaschutzkonzept des Main-Tauber-Kreises fand beim Stadtwerk Tauberfranken in Bad Mergentheim statt. Bürger und Akteure tauschten sich rege aus und diskutierten kontrovers über Ziele und Schwerpunkte des Konzepts. Foto: Energieagentur Main-Tauber-Kreis

 

 

 

 

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