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Brettspiel „Die Händler vom Taubertal“ stärkt in Corona-Krisenzeiten Familien und vermittelt Heimatgeschichte

Peter D. Wagner

Lauda-Königshofen. Die Stad Lauda-Königshofen bietet mit Brettspiel „Die Händler vom Taubertal – Wer macht in Lauda-Königshofen ein Bombengeschäft?“ inmitten der Corona-Krise einen animierenden, anregenden und wertvollen Beitrag für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit der Familie. Das jetzt auf dem Markt erschienene Spiel vermittelt einhergehend auf innovative Weise allerlei Informationen und Wissen über Heimatgeschichte sowie Kenntnisse über Handel und Wirtschaft vergangener Jahrhunderte im Taubertal als auch davon ausgehend in weiteren Regionen.

Der Schauplatz und die Epoche des 16. Jahrhunderts eröffnen dabei viele kreative Handlungsmöglichkeiten. Der gefährliche Raubritter Hans Thomas von Absberg, der zu dieser Zeit im heutigen Ortsteil Unterbalbach sein Unwesen trieb, nimmt in dem Brettspiel eine ebenso zentrale Funktion ein wie die Händlergilde, die der finsteren Gestalt einst den Kampf ansagte.

Die Spieler schlüpfen in die Rolle fahrender Händler und versuchen, ihre Waren gewinnbringend an den Mann zu bringen. Diese grundsätzliche Spielidee ist eingebettet in eine variantenreiche Spielmechanik, die von einigen Mitarbeitern der Stadt Lauda-Königshofen über ein Jahr hinweg entwickelt und nach Feierabend in zahlreichen Partien mit wechselnden Testpersonen so lange immer weiter verfeinert wurde, bis alle Spielmechaniken perfekt werde miteinander verzahnt waren.

Die offen ausliegenden Handelskarten zeigen, welche Waren in welchem Ort nachgefragt und wie viel für eine Lieferung bezahlt werde. Die Nonnen des Prämonstratenser-Klosters in Gerlachsheim benötigten beispielsweise Stoff zum Nähen neuer Habite, der Müller aus Oberbalbach warte dringend auf neue Werkzeuge und für das Richtfest zum Bau der Laudaer Badstube würden Wein und Gewürze gebraucht.

Die Herausforderung für die Mitspieler besteht also darin, sich zu Beginn und im weiteren Verlauf jeder Runde am Markt in Königshofen geschickt mit Waren einzudecken – und zwar zu einem möglichst guten Preis. Dabei gilt es, eifrig mit seinen Mitspielern zu verhandeln. Nach dem Besuch am Markt entscheidet sich jeder Spieler, wohin er ziehen will. Man kann nun entweder Waren in den jeweiligen Ortschaften verkaufen oder zum Beispiel die Zugkraft des Ochsenkarrens aufrüsten, das Glück beim Taschenspieler versuchen, Pilger befördern, Kanonenkugeln erwerben und vieles mehr.

„Es ist zugegeben ziemlich ungewöhnlich, dass die Stadt Lauda-Königshofen dazu einlädt, ein neues Brettspiel auszuprobieren. Doch bekanntermaßen möchten wir immer wieder mit außergewöhnlichen Aktionen überraschen. So ist die Idee entstanden, die Spieler auf besondere Weise in die spannende Welt vergangener Jahrhunderte zu versetzen, um die damalige Zeit in den Ortschaften der heutigen Stadt Lauda-Königshofen als auch der Region aus einem ganz neuen Blickwinkel kennenzulernen und nachvollziehen zu können“, betont Christoph Kraus, städtischer Pressesprecher sowie einer der Mitinitiatoren und Entwickler des Projektes stellvertretend für die weiteren Akteure.

Mit Umsetzung der Idee dieses außergewöhnlichen Spiels hat die Stadt Lauda-Königshofen einen Volltreffer gelandet, so dass es schon vor dem offiziellen Verkaufsstart in Testphasen von erfahrenen Fachleuten als echter Hit bescheinigt wurde. Für eine absolut professionelle Produktion nach höchsten Qualitätsstandards konnte der renommierte „Ravensburger Spieleverlag“ gewonnen werden. Als „raffiniertes strategisches Handelsspiel“ bezeichnet exemplarisch das unabhängige Onlinemagazin „Spelkult.de“ nach erfolgtem Test das neue Brettspiel aus dem Taubertal. Von den Experten hervorgehoben wurden vor allem der abwechslungsreiche Spielverlauf, die umfangreiche Ausstattung und der hohe Grad an Interaktion zwischen den Spielern. Drüber hinaus wurde das Spiel von der LEADER-Regionalentwicklung Baden-Franken e.V. gefördert.

Das Spiel wurde jetzt in einer limitierten Auflage herausgebracht. Von der Edition gehen 150 Exemplare als Spende an soziale und wohltätige Einrichtungen für Jugendliche oder Erwachsene in Lauda-Königshofen sowie im gesamten Main-Tauber-Kreis, berichtet Kraus.

„Auch in Krisenzeiten gibt es gute Nachrichten: Mit einem Brettspiel mit heimatgeschichtlichem Hintergrund stärken wir den Zusammenhalt in den Familien und ermöglichen ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ich bin mir sicher, dass es als ein Stück Lebensfreude in turbulenten Zeiten wahrgenommen wird“, würdigt ergänzend Thomas Maertens, Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen das historische Spiel als inhaltlich und qualitativ besonders gelungen.

„Die Händler vom Taubertal – Wer macht in Lauda-Königshofen ein Bombengeschäft?“ ist ab sofort bei ausgewählten Geschäften im Taubertal oder auf dem Versandweg erhältlich. Weitere Infos sind unter www.lauda-koenigshofen.de/die-haendler-vom-taubertal zu finden.

Der Blick aufs Spielfeld

Spielkarten des Spiels

Fotos: Peter D. Wagner

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