Breitbandausbau in Wertheim 50.000 Euro-Förderbescheid von Alois Gerig (MDB) übergeben

Wertheim. Mit 50.000 Euro als Förderbescheid zum Breitbandausbau in Wertheim kam Bundestagsabgeordneter Alois Gerig ins Rathaus. Oberbürgermeister Stefan Mikulicz und Bürgermeister Wolfgang Stein freuten sich über die persönliche Übergabe. Alois Gerig hatte diese mit den beiden Bundestagskolleginnen aus der Region Dr. Dorothea Schlegel und Margaret Horb Ende Mai in Berlin entgegen genommen. Eine leistungsfähige Breitbandversorgung ist ebenso wichtig wie ein gut ausgebautes Straßennetz. Die Datenmengen haben sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Die Infrastruktur muss angepasst werden. Die Stadt Wertheim geht diese Aufgabe an und stellt damit die Weichen für die Zukunft. Der Landkreis Main Tauber hat erst kürzlich den Spatenstich für den Breitband-Ausbau im Gesamtkreis über eine interkommunale Vereinbarung gestartet. Die Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für Wertheim wird für den Glasfaserausbau Masterplan eingesetzt werden. Die Katalogisierung des zu erstellenden Leerrohrnetzes und die Planung der Verteilerstandorte sind die wesentlichen Grundlagen für die Umsetzung. Neben Wertheim wurden weitere 71 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg ausgewählt. Oberbürgermeister Stefan Mikulicz bedankte sich bei Alois Gehrig für seinen nimmermüden Einsatz für die Region. Eine der Triebfedern hinter dem Glasfaser-Netzausbau ist der Wettbewerb um junge Fachkräfte, die sich im Grunde bei der Wahl des Lebensschwerpunktes mit vier Themen auseinandersetzen: Kindergarten/Schule/Ausbildung/Studium, medizinische Versorgung, Bauplätze und Internetversorgung. Die Digitalisierung ist ein Erfolgsschlüssel für den Zuzug in die Region, die Stefan Mikulicz liebevoll als „Ballungsraum in einer Parklandschaft“ beschreibt. Wertheim kann mit zehn Weltmarktführern aufwarten. Auch ist es erst kürzlich gelungen das Thema Studium in Kooperation mit der SRH Fernhochschule nach Wertheim zu bringen. Um langfristig den Kampf unter den Mittelstädten um die junge Gesellschaft zu gewinnen, ist die Gesamtaufstellung wesentlich. Das bedeute aber auch, dass die Auslastung der Infrastruktur weiter erhalten werden muss. Neue Baugebiete – auch für den Mehrgeschossbau – sind zu genehmigen und zu erschließen. Als Ausschussvorsitzender für Ernährung und Landwirtschaft bedauerte Alois Gerig, dass jedes Jahr 70 Hektar Land der Landwirtschaft durch viele Gründe entrissen werden. Er sieht aber auch den vernünftigen Bedarf, der hier gefordert wird. Grundsätzlich bestätigt Alois Gerig, dass die schnelle Internetversorgung heute zur Grundversorgung – wie Wasser und Strom – gehören. Einen neuen Trend beobachtet er mit Freude: Die Geburtenzahlen steigen wieder und die Bauplätze „gehen weg, wie warme Semmeln“ – das deutet auf den Mut junger Menschen hin, sich langfristig auf eine Region einzulassen. Die Dichte in den Großstädten, der damit verbundene hohe Lebenskostenanteil und die zunehmende Unsicherheit sprechen wieder stärker für den ländlichen Raum. Alois Gerig fordert die Differenzierung der politischen Entscheidungen bezogen auf den ländlichen Raum, denn die Anforderungen an Kreise, Städte und Gemeinden sind nicht vergleichbar mit den Optimierungsmöglichkeiten in Ballungsräumen. Wolfgang Stein, zuständig für die Finanzen, das Ordnungsamt, die Schulen und das Bürger-Service-Zentrum nahm die offizielle Fördermittel-Urkunde in seine Obhut. Sie ist ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung der Internet-Versorgung, die schon seit Jahren durch die Stadt Wertheim vorangetrieben werde.

Text/Foto Beate Tomann

 

MdB Alois Gerig (mitte) übergibt die Urkunde über den Förderbescheid in Höhe von 50.000 Euro an Oberbürgermeister Stefan Mikulicz (links). Bürgermeister Wolfgang Stein nahm die Urkunde in seine Obhut – Finanzen.

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