Beedabei – Bienen dabei – sei auch dabei!
Beispiel geben – Futterstellen für Bienen in Nürnberg und bei Ihnen Zuhause.

Nürnberg/BlickLokal-Land (PM/BT). Der Aufruf des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Nürnberg 2025 motivierte das Künstlerduo Peter H. Kalb und Gisela M. Bartulec zu einem außergewöhnlichen Projektvorschlag. Gerade eben startet ein Crowdfunding auf der Plattform Startnext, um weitere Bienenfutterstellen in den Städten Europas erschaffen zu können. Mit der Schwarmfinanzierung soll es, nach dem Startschuss, am 20. Mai weitergehen. An diesem Tag beginnt es mit 227 gekennzeichneten gelben Blumenkästen mit Bienenfutterpflanzen. Sie werden inmitten Nürnbergs, auf dem Hauptmarkt, in Form des Archetyps „Aufrichten“ und der 12 Europasterne aufgebaut, denn was Bienen als erstes aufrichtet, ist eine vernünftige Ernährung. Danach löst sich das Kunstwerk auf, indem die Kästen an die Bürger weitergegeben werden, die sie dann bei sich zu Hause aufstellen. Dadurch entstehen überall in der Stadt, punktuell Bienenfutterplätze, die man als solche erkennt und die zum Mitmachen anregen. Das Bienensterben macht aber an den Grenzen Nürnbergs nicht halt, deshalb wollen die Initiatoren das Projekt auch in die anderen Städte Deutschlands und Europas tragen. Dafür braucht es wesentlich mehr dieser wiedererkennbaren gelben Balkonkästen, sowie eine größere Verbreitung. Dies soll über ein Crowdfunding erreicht werden, das bis zum 29.03. auf Startnext läuft. Wer sich dafür interessiert, findet ausführliche Informationen unter www.startnext.com/beedabei

   

 

Wer steht hinter dem Projekt?
Beedabei, dahinter stehen die Autorin Gisela M. Bartulec und der bildende Künstler Peter H. Kalb. Seit Jahren schon haben sie auf ihrer Terrasse Bienenfutterpflanzen angesäet und selbst den Rückgang der Wildbienen bemerkt. Als Herr Prof. Wagner, der Leiter des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Nürnberg 2025 auf einer Veranstaltung, bei der es um einen Ideenwettbewerb für die Stadt Nürnberg ging, meinte „… oder was sie schon immer einmal machen wollten“, war der Gedanke bei dem Künstlerduo sofort geboren, ein Projekt zu entwickeln, das den Bienen in den Städten helfen wird.

Worum geht es bei dem Projekt?
Beedabei schafft Bienenfutterstellen in den Städten, macht sie mit den wiedererkennbaren gelben Balkonkästen sichtbar und jeder kann sofort entscheiden dabei zu sein. Dieses Kunstprojekt richtet sich an alle, die den Kleinsten in den Städten helfen wollen, denn sie kämpfen ums Überleben. Es beginnt, im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung Nürnbergs, mit 227 gekennzeichneten gelben Blumenkästen mit Bienenfutterpflanzen. Sie werden inmitten Nürnbergs, auf dem Hauptmarkt, in Form des Archetyps „Aufrichten“ und der 12 Europasterne aufgebaut, denn was Bienen als erstes aufrichtet ist eine gescheite Ernährung. Am selben Tag löst sich das Kunstwerk auf, indem die Kästen an die Bürger weitergegeben werden, die sie bei sich zu Hause aufstellen. Dadurch entstehen überall in den Städten, punktuell sichtbare Bienenfütterplätze, die man als solche erkennt und auch den Nachbarn zum Mitmachen anregen. Die Fotos von diesen Beedabei-Kästen senden die Bürger wieder an die Initiatoren, die sie dann auf der Website des Projektes präsentieren. So wird Bienenretten sichtbar gemacht. Diese Aktion wird finanziell getragen vom Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt 2025, der Firma Geli GmbH und den teilnehmenden regionalen Gärtnereien. Das ist der Startschuss von Beedabei und dann kommt es auf jeden Einzelnen an.

Bienen dabei – sei auch dabei – Jeder kann sich einen bepflanzten, oder zum Besamen fertigen gelben Beedabei-Kasten nach Hause holen und damit einen sichtbaren Bienenfütterplatz einrichten. Je mehr davon entstehen, desto größer die Hilfe für die Bienen in den Städten. Über diese sichtbare Hilfe werden andere animiert dabei zu sein und so reicht das Projekt dann vielleicht sogar irgendwann in die Städte Europas hinein.
Beedabei – sei mit dabei.

Was sind die Ziele?
Von Nürnberg aus beginnend, will das Künstlerpaar, zusammen mit den Bürgern, Kommunen und Unternehmen, überall in den Städten Europas wiedererkennbare Bienenfutterstellen entstehen lassen. Dafür starteten sie im Januar 2019 ein Crowdfunding, damit sie die Mindestbestellmenge der extra für sie in der Sonderfarbe angefertigten gelben Balkonkästen und des Vlieses mit Bienenfutterpflanzensamen bestellen können. Bei den Städten versuchen sie die Verantwortlichen zu motivieren, ihre symbolträchtigen Gebäude, wie z.B. die Rathäuser, mit diesen gelben Beedabei-Kästen mit Bienenfutterpflanzen auszustatten. Und die regionalen Gärtnereien bringen die fertig bepflanzten Beedabei-Kästen in ihre Städte. Es entstehen stetig wachsend Bienenfütterplätze in den Städten Europas. So erfüllt das urbane Projekt Beedabei das Motto „Miteinander als Ziel“ der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt 2025 und das Nachhaltigkeitsziel 2 der SDG (Sustainable Development Goals) – Ernährung sichern.

Warum sollte man das Projekt unterstützen?
Jeder dritte Bissen unserer Nahrung, der auf den Tellern landet, ist den Bienen zu verdanken. Ihre Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft wird weltweit auf 153 Millarden Euro geschätzt, laut dem Zentrum für Umweltforschung. Aber nicht nur der monetäre Verlust wäre eine Katastrophe, wenn die Bienen verschwinden würden, denn die Experten sind sich auch einig, dass sie für den Erhalt der biologischen Vielfalt verantwortlich sind. Da politische Entscheidungen Zeit brauchen, kann bei Beedabei dagegen jeder sofort entscheiden dabei zu sein. Denn eine gescheite Ernährung lässt Wild- und Honigbienen besser mit den Stressfaktoren fertig werden, die es in ihrem Lebensraum gibt. Jeder, der dieses Projekt unterstützt, sorgt also nicht nur für den Schutz der Bienen, sondern auch für den Erhalt des Nahrungsangebotes. Im Vorfeld konnten eine Vielzahl der Aufgaben gelöst werden, die ein solches Projekt mit sich bringt, doch um es auf nachhaltige Füße zu stellen, braucht es jetzt die Unterstützung der Crowd.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Die Beedabei-Kästen werden in Deutschland in dieser wiedererkennbaren Sonderfarbe hergestellt. Um sie online und offline anbieten zu können ist eine Mindestabnahmemenge von 3000 Kästen zu erfüllen, um den Preis zu halten. Das bedeutet aber auch, dass ein Lagerplatz für diese 3.000 Kästen benötigt wird, wo sie mit dem Emblem versehen und dann verpackt und versendet werden. Aus ökologischen Gründen hat sich das Künstlerpaar entschieden keine Pflanzen zu verschicken, sondern mit Samen zu arbeiten. Um das Ausbringen der Blumensamen so einfach wie möglich gestalten zu können, gibt es dafür ein innovatives Vlies aus Schafwolle, in das die Pflanzensamen eingearbeitet sind und das gleichzeitig noch als organischer Dünger dient. Zuhause braucht dann nur noch Erde in den Kasten gegeben werden, das Vlies aufgelegt und angegossen werden und schon fangen die Samen an zu keimen. So wird das Erschaffen einer Bienenfütterstelle kinderleicht. Von diesem Vlies müssen 2.500 m² abgenommen und in passgenaue Stücke für den Kasten zugeschnitten werden. Darauf abgestimmt ist die Erde. Es handelt sich für diese Blühmischung um eine magere Erde, die das Wasser auch gut ableitet, damit die Samen gut gedeihen können. Für all diese Aufgaben wird die Unterstützung der Crowd benötigt.

Warum der Name Beedabei?
Es wurde nach einem Namen gesucht, den es nicht schon hundertfach in den Medien gibt. So kam die Idee auf, das Internationale des Projektes mit dem englischen Wort für Biene zu bezeichnen und den regionalen Ursprung mit dem zweiten Teil der Aufforderung „sei dabei“ zu kennzeichnen. Bei diesem gelben Kasten sind Bienen dabei – und nun sei auch Du dabei.

Wo und wann werden die Beedabei-Kästen erhältlich sein?
Nach der Aktion auf dem Hauptmarkt wird es ab dem 20. Mai 2019 die Beedabei-Kästen geben. Online wird im Webshop jeder Kasten mit einem Pflanzenvlies bestückt angeboten. Offline gibt es die fertigen Beedabei-Kästen mit Bienenfutterpflanzen bestückt in den teilnehmenden regionalen Gärtnereien. Welche Gärtnereien Beedabei in ihr Sortiment aufgenommen haben, ist auf der Website zu finden.

 

Wieviel werden sie kosten?
Im Webshop wird der Beedabei-Kasten mit Pflanzenvlies für 14,95 € inkl. MwSt. zzgl. Versand abgegeben. Die richtige Erde kann für 5,99 € inkl. MwSt. mitbestellt werden, doch das höhere Gewicht verteuert den Versand erheblich. Deshalb kann man sich die Erde auch direkt vor Ort besorgen. Es handelt sich um Frux Erde für Trog- und Dauerbepflanzung, die meist in regionalen Gärtnereien zu bekommen ist. Was der bepflanzte Kasten in den regionalen Gärtnereien kostet, kommt darauf an, welche Bienenfutterpflanzen ausgewählt wurden und ob es eine einjährige Bepflanzung ist, oder eine mehrjährige. Das kann dann direkt vor Ort besprochen werden.

Bienen dabei – sei auch dabei!

„Das sind doch gute Nachrichten, die jeder Einzelne ohne großen Aufwand unterstützen kann. Mir hat die Idee so gut gefallen – ich bin dabei und habe mir die ersten Blumenkästen mit Samen bestellt.“ so Beate Tomann, Redaktionsleiterin. Hier der Link zur Projekt-Website. Von dort aus geht es am schnellsten zur Crowdfunding Plattform.

Über Beedabei

Fotos: Beedabei