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Knapp 1000 Interessierte besuchten Ausbildungsbörse Contact

Bad Windsheim (pm/ak). Die erste Ausbildungsbörse CONTACT in Bad Windsheim verlief sehr erfolgreich, die meisten Aussteller und Schulen waren sehr zufrieden mit dem Verlauf. Knapp 1.000 Schüler, Lehrer und Eltern haben die Gelegenheit genutzt, sich zu informieren. Neben Schulen aus Bad Windsheim kamen auch welche aus dem Umland – von Creglingen bis Scheinfeld. Auch Bad Windsheims erster Bürgermeister zeigte sich zufrieden: „Die Börse ist eine gute Gelegenheit, den richtigen Beruf aus unserer Region zu finden.“

Von links: Schulleiter Norbert Müller, Erster Bürgermeister Bernhard Kisch und Ausbilder Willy Popp. Foto: Klaus Glück

„Die meisten Schüler sind nach Beendigung der Mittel- oder Realschule nicht mobil. Deshalb ist eine Ausbildung vor Ort wichtig“, erklärt Schulleiter Norbert Müller von der Mittelschule in Bad Windsheim. „Auf dieser Börse werden die Ausbildungsstellen auf dem Silbertablett serviert.“ Gerade Unternehmen, die nicht mit den Endverbrauchern in Kontakt kommen, sind bei den jungen Menschen unbekannt. So geht es auch der Firma Ermet, einem Hersteller von Spritzgießwerkzeugen aus Bad Windsheim. „Es ist sehr wichtig, auf die jungen Menschen zuzugehen“, sagt Ausbilder Willy Popp. Die Ausbildungsbörse CONTACT ist dazu ein wichtiger Baustein von mehreren im Ausbildungsmarketing. Es geht darum, dass die jungen Menschen überhaupt erst einmal kennen lernen, welche Unternehmen es in der Region gibt und welche Ausbildungsmöglichkeiten diese anbieten. Viele Schulen nutzen die Börse auch für jüngere Schüler, um einen Praktikumsplatz zu finden. Aus gut verlaufenden Praktika ergeben sich dann oft Ausbildungsverhältnisse. „Wir haben heute sehr gute Gespräche geführt und schon in der ersten Stunde drei Praktika ausgemacht“, berichtet Ulrike Stiegler, ebenfalls Ausbilderin bei Ermet. „Viele Schüler kennen uns nicht und es hat uns auch sehr gefreut, dass sich viele Mädchen für unsere eher technischen Berufe interessiert haben.“

Der Beruf des Bäckers ist da schon deutlich präsenter bei den jungen Menschen, aber zum Teil mit Vorurteilen behaftet, gegen welche die Ausbildungsleiterin Amelie Gräbner vom Brothaus kämpft: „Der Bäcker muss zwar früh aufstehen, hat aber nachmittags frei, und dieser Beruf ist wirklich sehr vielfältig.“ Das Unternehmen spürt den Fachkräftemangel und hat sich auf die Fahne geschrieben, die eigenen Fachkräfte auszubilden. „Wir zahlen auch ein Drittel über dem Tarif“, so Gräbner weiter. „Bei uns sind die Auszubildenden auch keine billigen Arbeitskräfte.“

Organisiert hatte diese erste Börse das Netzwerk Fachkräfte in Kooperation mit der Stadt Bad Windheim. Rund 50 Unternehmen aus der gesamten Region stellten ihre Möglichkeiten für Ausbildung, Duales Studium und Praktikum vor. Damit wird eine Lücke im westlichen Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim geschlossen, denn sowohl Firmen als auch Schulen suchen den Kontakt zueinander. Das ist wichtig, denn die Situation ist für viele Unternehmen nach wie vor angespannt. Während sie früher aus mehreren Bewerbern aussuchen konnten, müssen sie sich heute bemühen, um einen guten Auszubildenden zu bekommen.

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