Acht Jahre zertifiziertes Endoprothetikzentrum (EPZ) Mosbach

Neckar-Odenwald-Kliniken zertifizieren sich erneut erfolgreich zum EPZ

Mosbach. Über 400 Knie- und Hüftprothesen werden jährlich im aktuell wieder rezertifizierten Endoprothetikzentrum am Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken operiert. Hinzu kommen gelenkerhaltende Operationen wie die Knorpelzelltransplantation oder die sogenannte Umstellungsosteotomie am Knie, die dann eingesetzt werden können, wenn nur Teile des Knies von Arthrose betroffen sind. Alle Patienten werden nach sechs Wochen und dann erneut nach sechs und zwölf Monaten mittels spezieller Fragebögen nachuntersucht. Diese Nachuntersuchungen zeigen eine sehr hohe Patientenzufriedenheit. Zudem nimmt das EPZ Mosbach am deutschen Endoprothesenregister teil. Die Daten zeigen hier ein überdurchschnittliches Abschneiden bei den Standzeiten (Maß für die Haltbarkeit der Prothesen) der Hüftprothesen. Seit der Gründung des EPZ wurde der sogenannte vordere Hüftzugang (DAA – Direct anterior approach) eingeführt, der den Patienten eine besonders muskelschonende und nervenschonende Operationsmethode anbietet. „Er ist mittlerweile zu unserem Standardverfahren für die meisten Patienten geworden. Die Patienten sind dadurch schneller mobil, haben insbesondere unmittelbar, postoperativ, weniger Schmerzen und auch das Risiko einer Luxation, d. h. des „Herausspringens“ des Hüftkopfes aus der Gelenkpfanne, ist dadurch minimiert“, erklärt Dr. Stefan König, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiter des Endoprothetikzentrums Achskorrekturen am Knie werden seit sechs Jahren computernavigiert durchgeführt. „Dadurch sind wir in der Lage, die Beinachsen auf 1 Grad genau nach Wunsch und Planung einzustellen, um den bestmöglichen Effekt für den Patienten zu erreichen“, sagt Dr. Bernd Gritzbach, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.Bei der Versorgung der Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk wird zunehmend häufig nur ein Teilgelenkersatz erforderlich. Die dafür geeigneten Patienten profitieren nach dem Eingriff von einer besseren Kniefunktion und besseren Beweglichkeit. Die Operationsrisiken hierbei sind gering: der ohnehin schon sehr geringe Blutverlust wird noch weiter reduziert, Kreuzbänder und die Knochensubstanz können erhalten bleiben. Ebenfalls dafür spricht auch eine geringere Infektionsrate. „Wir bevorzugen heutzutage, wenn möglich, die Implantation einer sogenannten Schlittenprothese, die nur die Oberfläche des betroffenen Teils des Kniegelenks ersetzt. Seit 2021 verwenden wir hier das sogenannte Oxfordknie, das weltweit die längsten Nachuntersuchungszeiten mit exzellenten Ergebnissen vorweist. Die zehn Jahresüberlebensrate des Implantats liegt bei 92,4 Prozent, die 15 Jahresüberlebensrate immerhin noch bei 88 Prozent“, erklärt Dr. Gritzbach. Unverändert wurde auch der Standort Buchen mit rezertifiziert, so dass dort weiterhin eine Prothesensprechstunde zur Operationsvorbereitung, Terminierung, Narkosevorbereitung und OP-Nachsorge angeboten wird. „Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung. Es ist ein Prozess der ständigen Weiterentwicklung, der alle Bereiche von der Patientenaufnahme über die Stationen bis zur Operation betrifft. Es ist schön zu sehen, wie wir die Abläufe ständig verbessern können. Die positiven Rückmeldungen unserer Patienten bestärken uns, diesen Weg weiter voranzuschreiten“, schließt Oberarzt Dr. König.

Foto: Dr. Bernd Gritzbach (Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie) und Dr. Stefan König (geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiter des Endoprothetikzentrums) freuen sich über die erfolgreiche, turnusgemäße Rezertifizierung und über die gute Bewertung des Endoprothetikzentrums (EPZ) Mosbach seitens der Auditoren. Foto: LRA/Die Neckar-Odenwald-Kliniken gGmbH