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„Die größte Wohltat für das Ohr ist und bleibt ein Männerchor“

Dinkelsbühl (LZ). Zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Sängervereinigung Concordia-1831 startete der Männerchor eine Konzertreihe im Schrannen-Festsaal Dinkelsbühl. Mit von der Partie waren das Jugendorchester Rosenberg, der Gesangverein Frohsinn Weiltingen sowie der Liederkranz Ellwangen, die das Publikum ebenfalls mit bekannten Liedern begeisterten.
Fritz Röttinger, 1. Vorsitzender von Concordia-1831, begrüßte die Gastchöre und zahlreichen Zuhörer und ging kurz auf den Anlass der Veranstaltung ein: „Nach einer langen Geschichte, die im Jahr 1831 begann, haben die beiden Chöre Concordia und 1831 aus Dinkelsbühl nach 92 Jahren zusammengefunden. Trotz Nachwuchssorge haben wir die Hoffnung, dass junge Menschen den Weg zu unserem Chor finden.“

OB Dr. Christoph Hammer

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer gehörte beim Jubiläum zu den Ehrengästen und begrüßte den vollen Saal. Foto: Larissa Zimmer

Zu den Ehrengästen beim Jubiläum gehörte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, der sich sehr freute, dass die Schranne an diesem Abend so voll war. Die Männer von Concordia-1831 seien wohlgesehene Menschen und pflegten mit ihrem Repertoire aus Schlagern, Musical und Volksliedern das deutsche Gesangskulturgut. „Alles, über das gesungen wird, ist irgendwie verwurzelt. Die Romantik findet sich zum Beispiel bei Liedern über den Wald.“, so der OB weiter. Er bedaure es sehr, dass mit Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr viel gesungen wird daheim. Dabei gehen aber nicht die Lieder verloren, sondern die Sprache als Kulturgut. Dieses Kulturgut in Sprache und Lied müsse aber in den nächsten Generationen erhalten bleiben. Die Sängervereinigung in Dinkelsbühl setze einen kulturellen Akzent und einen mit viel Lebensfreude.
Über die lange Geschichte des Chores klärte Dieter Schoger auf: Nachdem sich die beiden Chöre 1831 bzw. 1877 gründeten, stand im Jahr 1933 erstmals ein Zusammenschluss beider Dinkelsbühler Gesangvereine zur Debatte. Dies kam aber wegen Unstimmigkeiten nicht zustande. 36 Jahre später war es dann doch so weit, aus zwei wurde eins und der Verein „Concordia-1831“ entstand. Im Juni 1981 feierte man gemeinsam das 150-jährige Vereinsjubiläum der 1831er. Ab diesem Zeitpunkt folgten für den Männerchor immer wieder herrliche Ausflüge in andere Länder und Städte, denn „die Pflege der Städtepartnerschaften war dem Verein wichtig“, so Schoger. Besucht wurde unter anderem Helsinki, Prag, Hamburg und Dresden.
Gezielte Werbung habe dazu geführt, dass neue Gesichter den Weg zum Chor gefunden haben. Der traditionsreiche Männerchor suche aber auch weiterhin gesangliche Verstärkung jeden Alters. Unter dem Motto „Singen macht gute Laune“ kann jeder, der Lust auf Singen hat, dieses edle Kulturgut als geselliges Hobby ausprobieren.

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