Scheinfeld. Kunstminister Markus Blume gibt Fördermittel für Sanierung des mittelfränkischen Baudenkmals bekannt: „Wir erhalten ein Wahrzeichen Scheinfelds und bewahren ein Stück Stadtgeschichte“. Der hiesige Stimmkreisabgeordnete Hans Herold begrüßt diese Förderung sehr und auch Bürgermeister Claus Seifert freut sich über den Förderbescheid, den er entgegennehmen durfte. Die Instandsetzung des Torturms in Scheinfeld wird mit 400.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Markus Blume in Erlangen bekannt. „Wir erhalten ein Wahrzeichen Scheinfelds: Als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung ist der Torturm ein markantes Beispiel für die spätmittelalterliche Stadtarchitektur der Region. Mit seiner Instandsetzung bewahren wir ein Stück Stadtgeschichte. Ich freue mich, dass wir mit 400.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds die Sanierung dieses historischen Baudenkmals unterstützen können“, so Kunstminister Markus Blume bei der Übergabe des Förderbescheides. „Als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags ist mir eine gute Mittelausstattung unserer Kommunen sehr wichtig“, bekräftigt Hans Herold. So habe er sich auch für diese Förderung eingesetzt. Neben dem Schloss Schwarzenberg ist der Obere Torturm ein weiteres Wahrzeichen Scheinfelds. Er war einst Teil der nach der Erhebung des damals noch Niederscheinfeld genannten Ortes zur Stadt ab 1415 entstanden und nach einer Zerstörung durch die Würzburger ab 1462 wiederhergestellten Stadtbefestigung. Von dieser ist heute neben dem Oberen Torturm nur mehr der sog. Hebammenturm und einige wenige Mauerreste erhalten. In seiner jetzigen Gestalt gehen die unteren, aus unregelmäßigen Quadern errichteten Teile des Torturms auf die Phase des Wiederaufbaus der Stadtbefestigung nach 1462 zurück. Die Maßnahme sieht insbesondere Instandsetzungsarbeiten am Mauerwerk und der Holzkonstruktion vor. Dabei werden u. a. die obersten beiden Fachwerkgeschosse restauriert. Eigentümerin des Baudenkmals ist die Stadt Scheinfeld, vertreten durch den Ersten Bürgermeister Claus Seifert. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.
Foto/Titel: Kunstminister Markus Blume (M.) mit Claus Seifert, Erster Bürgermeister von Scheinfeld (l.), und Hans Herold, MdL, (r.) bei der Übergabe des Förderbescheids für den historischen Torturm in Scheinfeld. (© StMWK) /honorarfrei




