18 junge Pflegekräfte feiern ihr Examen im Bildungszentrum am Caritas-Krankenhaus

Erfolgreicher Abschluss der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung – Bestnote für Pia Bauer

BAD MERGENTHEIM (RED). Nach der schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung folgte jetzt die Erleichterung: 18 junge Pflegekräfte konnten am vergangenen Freitag im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ihr Examen feiern und dürfen sich künftig Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann nennen. Unter den guten Prüfungsleistungen des Kurses 21-24 FG erreichte Pia Bauer mit einer glatten 1,0 in allen drei Prüfungsbereichen die Bestnote. Elf der Absolventen werden in BBT-Einrichtungen übernommen: Sieben arbeiten künftig im Caritas-Krankenhaus, drei Schüler im Krankenhaus Tauberbischofsheim und eine Schülerin im Seniorenzentrum Haus Heimberg.

Neben den Eltern und Freunden hatten sich auch die Lehrerinnen und Lehrer des Caritas-Bildungszentrums sowie die Praxisanleiterinnen und Stationsleitungen aus dem Krankenhaus und den Seniorenheimen eingefunden, um den Absolventen zu gratulieren. Michael Raditsch, Direktor Unternehmenskultur des Caritas-Krankenhauses, verwies auf die dreijährige anspruchsvolle  Ausbildung, die nun hinter den Pflegefachkräften liege. „Das sind 26.280 Stunden Lebenszeit, in denen Sie sich nicht nur viel Fachwissen angeeignet haben, sondern auch persönlich einen großen Entwicklungsschritt gemacht haben.“ Der „Welpenschutz“ als Schüler und Schülerin sei nun vorbei. „Künftig tragen Sie die Verantwortung für die Menschen, die ihre Hilfe brauchen – unterstützt und eingebunden in ihr Team“, so Raditsch. „Vergessen Sie dabei nie, wie es sich anfühlt, Schüler oder Schülerin zu sein, wenn Sie selbst die nachfolgenden Auszubildenden einmal betreuen.“

Der Leiter des Caritas-Bildungszentrums Norbert Stolzenberger gratulierte den Absolventen im Namen des gesamten Lehrerteams: „Wir freuen uns mit Ihnen über den erfolgreichen Abschluss, Sie haben es verdient.“ Er lobte die Absolventen für ihre „kritisch-konstruktiven Diskussionen“ im Unterricht. „Sie waren eine tolle Klasse, ich habe mich gefreut, bei Ihnen zu unterrichten.“ Der Pflegeberuf stelle besondere Anforderungen. „Es geht nicht nur darum Menschen zu pflegen, sondern auch darum Menschen zu begleiten, ihnen Hilfe zu leisten, zuzuhören. Diese zwischenmenschlichen Kontakte machen diesen Beruf so besonders. Dass Sie dies können, haben Sie im Examen unter Beweis gestellt.“ Er ermunterte die jungen Pflegekräfte sich künftig mit Engagement und Ausdauer für die eigenen Ziele und die Ziele des Berufstandes einzusetzen. „Sie selbst haben nun die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen; nutzen Sie diese Chance. Dazu wünsche ich Ihnen viel Kraft, alles Gute und Gottes Segen.“

Den Gratulationen schlossen sich auch der Pflegedirektor des Caritas-Krankenhauses Frank Feinauer sowie die Klassenlehrerin Cornelia Rütten an. Beide verwiesen darauf, dass das Lernen in der Pflege nicht mit dem Examen ende, sondern auch danach weitergehe. „In der Pflege lernt man nie aus“, so Rütten.

Einen kleinen Einblick in die zurückliegenden drei Ausbildungsjahre gaben anschließend die beiden Klassensprecherinnen Pia Bauer und Wendy Merkert. Neben Hygiene, Anatomie, Krankheitslehre, Psychologie, beruflichem Selbstverständnis und Reanimation blieben dabei  vor allem die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben im „Sterbeseminar“ in Erinnerung, aber auch viel gemeinsame lustige Momente. „Sie waren immer auf unserer Seite und immer für uns da“, bedankten sich die Klassensprechrinnen bei dem Lehrerteam. Jedem Einzelnen überreichten sie ein sehr persönliches Dankeschön, untermalt mit passender Musik.

Zum Abschluss erhielten die Absolventen als Zeichen der Verbundenheit mit dem Caritas-Bildungszentrum das traditionelle Caritas-„Flammenkreuz“ als Brosche.

Die 18 Frischexaminierten absolvierten die sogenannte „generalistische“ Pflegeausbildung, bei der die Bereiche Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege gemeinsam unterrichtet werden. Die Auszubildenden werden sowohl in verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus als auch in Seniorenheimen und ambulanten Diensten eingesetzt und erhalten so eine umfassende Ausbildung, die sie zur Arbeit in Kliniken und Pflegeeinrichtungen befähigt. Im Caritas-Bildungszentrum werden Schüler*innen aus dem Caritas-Krankenhaus und von Kooperationspartnern in der Altenhilfe ausgebildet. Außerdem konnten zwei Schülerinnen aus dem Bildungszentrum am Krankenhaus Tauberbischofsheim ihr Examen feiern.

Die Namen der Absolvent*innen:

Pia Bauer, Boxberg (Bestnote 1,0; Ausbildungsbetrieb: Haus St. Wendelin Assamstadt); Andre Bihr, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Laura Brunner, Ahorn (Ausbildungsbetrieb: Haus St. Wendelin Assamstadt); Leon Dietl, Schäftersheim (Ausbildungsbetrieb: ASB Bad Mergentheim); Julina Fürstenau, Ahorn-Buch (Ausbildungsbetrieb: Haus St. Wendelin Assamstadt); Abelhak Hakim, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Evangelische Heimstiftung); Nina Sophie Henz, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Daniel Herzig, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Evangelische Heimstiftung); Juni Magar (Ausbildungsbetrieb: Krankenhaus Tauberbischofsheim); Ben Mayer, Buchen (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Wendy Merkert, Königheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Amos Nabasa, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Sophie Röger, Rosengarten (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Darleen Scheurl, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Gina Seubert (Ausbildungsbetrieb: Seniorenzentrum Haus Heimberg); Olga Suslova, Bad Mergentheim (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus); Gönül Turan-Yilmaz Buchen (Ausbildungsbetrieb: Caritas-Krankenhaus)

Examen am Caritas-Bildungszentrum gefeiert, Foto: Ute Emig-Lange/ckbm

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