Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken als „Regionales Traumazentrum“ bestätigt – Qualitätsmanagement zeigt sehr gute Werte

Mosbach. Schwer- und Schwerstverletzte werden am Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken sehr gut versorgt. Das bescheinigt die erfolgreiche Überwachungsauditierung des „Regionalen Traumazentrums“, die Chefarzt Dr. Bernd Gritzbach, Leiter der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, heute (27.) bekannt gab. Damit erhalten die Neckar-Odenwald-Kliniken, kurz nach der Reauditierung als Endoprothetikzentrum vor drei Wochen, eine weitere Bestätigung ihrer hohen Leistungsfähigkeit.

„Wir verfügen über besondere Ressourcen für die Schwerverletztenversorgung. Das beginnt mit der Ausbildung des Personals und endet bei der Ausstattung mit medizinischem Gerät. Das Ergebnis sehen wir in den Daten unseres Qualitätsmanagements, die beispielsweise zeigen, dass wir den Zeitraum zwischen Einlieferung bis zu einer eventuell notwendigen Operation überdurchschnittlich kurz halten“, betonte Dr. Gritzbach zusammen mit dem Leiter der Notaufnahme in Mosbach, Oberarzt Sebastian Spodzieja.

Gelungene Reauditierung als „Regionales Traumazentrum“: Chefarzt Dr. Bernd Gritzbach und Oberarzt Sebastian Spodzieja (Mitte) präsentieren im Schockraum mit Mitarbeitern die entsprechende Urkunde. Foto: Neckar-Odenwald-Kliniken

 

In diesem Zusammenhang verweist Spodzieja auch auf den 2015 nur wenige Meter vom Schockraum entfernt installierten Computertomographen (CT), der sehr gute Dienste leiste. Bei rund 30 Prozent der Patienten sei ein Ganzkörper-CT notwendig, mit dem man innerliche Verletzungen diagnostiziere. Meist könnten die Patienten dann direkt in Mosbach behandelt werden, beim Vorliegen von schweren Schädelverletzung, komplexen Gefäßverletzungen, Verbrennungen oder Querschnittlähmungen werden diese aber verlegt. „Unser Ziel ist es, dass der Patient möglichst schnell in der passenden Einrichtung versorgt wird“, so Spodzieja. Gut eingespielt sind Verlegungen innerhalb des „TraumaNetzwerks Kurpfalz“, an dem neben den Neckar-Odenwald-Kliniken das Universitätsklinikum Heidelberg, die Universitätsmedizin Mannheim sowie die GRN-Klinik Sinsheim und das Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim beteiligt sind. Mit dem Helikopter daure es bis zur Klinik in Heidelberg, dessen Lehrkrankenhaus der Standort Mosbach ist, lediglich zehn Minuten, über den Landweg sei es in 40 Minuten zu schaffen.

Damit das Traumanetzwerk funktioniert, wird vom Notarzt und den Rettungsdienstmitarbeitern je nach Schweregrad direkt am Unfallort entschieden, wohin der Patient gebracht wird. Mosbach ist daher inzwischen Anlaufpunkt für Fälle aus dem ganzen Kreis. Entsprechend stieg die Zahl der behandelten Schwer- und Schwerstverletzten von 26 im Jahr 2015 auf 37 Patienten in 2016 bei circa 80 Schockraumpatienten im Jahr. Leichtere Fälle können auch am Standort Buchen versorgt werden, der über ein lokales Traumazentrum verfügt. „Jeder kann darauf vertrauen, nach einem Unfall an den Neckar-Odenwald-Kliniken bestmöglich behandelt zu werden“, sagte Dr. Gritzbach. Diese Botschaft wolle er insbesondere auch den Angehörigen mitgeben, damit diese in solchen Ausnahmesituationen wüssten, dass ihre Familienmitglieder in geübten Händen sind.

Dr. Gritzbach, der als Chefarzt sowohl für Mosbach als auch für Buchen zuständig ist, dankte bei Bekanntgabe der Reauditierung vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Leitung von Oberarzt Spodzieja, die unter größtem Engagement im Schockraum Leben retteten: „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass wir die der Zertifizierung zugrundeliegenden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie einhalten. Das ist vielmehr das Ergebnis Ihrer guten Arbeit.“ Die Zertifizierung ist nun für weitere drei Jahre gültig.

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