Innovationen made in Lauda-Königshofen

Lauda-Königshofen. Der Laudaer Unternehmer Erhard Mott hat zweifelsohne dieses gewisse Gen im Blut, das ihn immer wieder auf neue Ideen und Innovationen bringt. Darüber hinaus ist der Geschäftsführer der nach ihm benannten „E-Bike-Erlebniswelt“ eng mit seiner Heimatstadt Lauda-Königshofen verwurzelt. Diese Zugehörigkeit zur Region und die Leidenschaft fürs Tüfteln und Entwickeln sind die besonderen Merkmale, mit denen Erhard Mott seit Jahrzehnten erfolgreich sein Fachgeschäft in der Rathausstraße betreibt. Anlässlich der bevorstehenden Frühlingssaison ließ sich Bürgermeister Thomas Maertens im Rahmen der Wirtschaftsförderung die neuesten Elektrorad-Trends präsentieren und sprach mit dem Firmeninhaber über seine etwas andere Geschäftsphilosophie.

Er brennt für seine Produkte
Seine Augen leuchten, wenn Erhard Mott von seinen neuesten Modellen erzählt. Dazu zählt zum Beispiel die aktuelle Kollektion der selbst aufgebauten Fahrradmarke „Tauber-Rad“. Die handverlesenen, individuell zusammenstellbaren E-Bikes sind für den Unternehmer ein wichtiges Aushängeschild nach dem Motto: „Qualität aus Deutschland statt billige Massenware“. Als Erhard Mott seinem Team vor 14 Jahren eröffnet hat, künftig ganz auf E-Bikes statt wie bislang auf herkömmliche Fahrräder zu setzen, waren die Angestellten zunächst skeptisch. Doch die Sortimentsumstellung war für den Unternehmer ein Glücksgriff. „Die klare Ausrichtung hat mich zum Vorreiter Nr. 1 in diesem Bereich gemacht“, erzählt Erhard Mott im Gespräch mit dem Stadtoberhaupt. Täglich kommen Kunden aus ganz Deutschland in die Weinstadt im Taubertal. Erst kürzlich seien zum Beispiel Radler aus dem Norden Deutschlands eigens nach Lauda angereist, um mit zwei Elektrorädern im Kofferraum wieder die Heimreise anzutreten. „Die örtliche Hotellerie kann sich über zusätzliche Übernachtungsgäste freuen. Dazu gibt‘s von mir persönlich erprobte Tipps, wo man in der Stadt gut essen und trinken kann“, fügt Erhard Mott hinzu. Längst leistet der Unternehmer auch für die umliegenden Städte und Gemeinde einen Beitrag – beispielsweise, indem er zu regelmäßigen E-Bike-Erlebnistouren inklusive kulinarischem Abschluss einlädt.

Ohne das Internet geht es nicht
Das Internet als Informationsquelle ist für Erhard Mott ein wichtiges Standbein geworden. Denn von der Laufkundschaft allein könnte der Unternehmer wohl im digitalen Zeitalter nicht mehr leben. Schließlich werden die meisten Kundenanfragen mittlerweile über das World Wide Web eingeholt. Dazu hat er sich fachmännische Unterstützung ins Team geholt und beschäftigt seit einigen Monaten einen neuen Mitarbeiter. Dieser fertigt ausschließlich Filme an, die über das Videoportal YouTube ausgespielt werden. Häufig steht sogar der Chef höchstpersönlich im Studio, stellt neue E-Bikes vor oder gibt eine Kaufberatung ab. Apropos Internet: Auch die Homepage ist nach den neuesten Erkenntnissen der sogenannten Suchmaschinenoptimierung gestaltet. Das heißt: Wer an seinem Computer gezielt nach „Elektro-Faltrad“ googelt, bekommt den Fahrrad-Experten aus Lauda ganz weit oben angezeigt. Dort landet man dann zum Beispiel bei den Falträdern aus der Serie „Vitali“, die Erhard Mott vor mehr als zehn Jahren selbst entwickelt und aufgebaut hat. Man kann dem Laudaer Unternehmer-Urgewächs also einen ausgeprägten Erfindergeist nicht absprechen. Davon konnte sich auch Bürgermeister Thomas Maertens überzeugen, als er mit Erhard Mott über die Vorteile von Zahnriemen gegenüber Kettenschaltung fachsimpelte. Beim Thema Rohloffschaltung herrschte Einigkeit: Diese moderne Form der Getriebenabe im Elektrorad ist ebenso bewährt wie verlässlich – beides sind Eigenschaften, die man wohl bedenkenlos auf den Unternehmer Erhard Mott aus Lauda übertragen kann. stv

Bildunterschrift:
Erhard Mott und Bürgermeister Thomas Maertens beim Fachsimpeln über Zahnriemen, Breitreifen und Rohloffschaltung. Foto: stv

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