Eine Einladung für den Mehrgeschossbau

Wohnungsmarktuntersuchung als Basis für den Flächennutzungsplan 2025

Wertheim. Den neuen Flächennutzungsplan 2025 für die 18 Hektar „Parklandschaft“ des Mittelzentrums Wertheim wurde gut vorberaten. Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Ausrichtung von Wertheim mit seinen Gemeinden ist, sich die genaue Situation jeder Gemeinde anzuschauen, um eine gemeinsame Weiterentwicklung von städtischen Bereichen und ländlichen Gemeinden zu erreichen. Am Montag ging nun der Flächennutzungsplan in die finale Abstimmung in den Wertheimer Gemeinderat. Zuvor stellten ihn Bürgermeister Wolfgang Stein und Baudezernent Armin Dattler der Presse vor. Die Wohnungsmarktuntersuchung bildet die Grundlage, auf der sich die genaue Betrachtung aufbaut. Das Ergebnis ist die Empfehlung sowohl Neubauten als auch Modernisierungen alter Gebäude als Lösung für den steigenden Wohnungsbedarf zu sehen. Der Zuzug von Fachkräften, der Erhalt der Jugend in den Heimatorten und den Wechsel der älteren Generationen vom Haus in eine leichter zu bewirtschaftenden Wohnung, in der Nähe ihrer Familien – sind ein Teil der Fragestellung. Es gilt aber auch die auf eine bestimmte Bevölkerungszahl zugeschnittenen Einrichtungen, wie Schulen, Ärzteversorgung etc. zu erhalten. Weniger Menschen in gut aufgestellten ländlichen Gemeinden haben zur Folge, dass Einrichtungen nicht mehr gehalten werden können. Gleichzeitig gilt es die strategisch besseren Wohnbereiche mit Verkehrsanschlüssen durch Baugebiete zu unterstützen. Konkret sollen jährlich Baugebiete für die Realisierung von 40-50 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern ausgewiesen werden. Außerdem werden die Ränder mancher Baugebiete mit der Möglichkeit zum Mehrgeschossbau ausgeschrieben. Sie bilden die Einladung für Investoren und Bauunternehmungen, um jährlich 15-20 Geschosswohnungen zu errichten. Die Umsetzung und Freigaben der Bereiche obliegen selbstverständlich der Entscheidung der Gemeinden. Der Flächennutzungsplan ebnet als dynamisches Planungsverfahren die nächsten Schritte in Richtung „Bauplätze“. Aus dem neuen Plan ergibt sich aber keine große Veränderung in der Nutzung der Gesamtflächen, denn auf der Bestenheider Höhe wurden schon frühzeitig große Flächen als Baugebiete ausgewiesen, die aber in den letzten Jahren nicht realisiert wurden. Dieses theoretische Potential wird nun zum Teil für die Bedürfnisse des Erhaltes im ländlichen Raum eingesetzt. Aber die Aktivitäten der Zukunft drehen sich nicht nur um neue Bauplätze mit schönen und die Natur bereichernden Gärten. Im Wertheimer Stadtgebiet werden große Projekte auch im Bereich Modernisierung genutzt, um Wohnraum zum Kaufen oder zum Mieten herzustellen. Hier sei zum Beispiel die aktuell vorangetriebene Umnutzung des Mainkaufhauses genannt. Es liegen auch noch Potentiale in anderen Projekten, bzw. Standorten, wie das Forsthaus oder das alte Krankenhaus. Alle Entwicklungsfragen wurden sowohl in der Kernstadt wie auch den Gemeinden vorberaten, so dass eine individuelle Entwicklungslage abgestimmt werden konnte. (BT)

 

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